Logo, Branding oder Feed Design – was brauchst du wirklich für dein Business?

Wenn du dich selbstständig machst, denkst du beim Thema Branding wahrscheinlich ziemlich schnell an ein Logo.

„Ich mache mich selbstständig. Ich brauche ein Logo.“

Das höre ich wirklich oft. 😄

Aber gerade wenn du als Personal Brand rausgehst, ist ein Logo eigentlich gar nicht das Erste, worum du dich kümmern solltest.

Denn dein Logo ist nur ein kleiner Teil deines Brandings. Viel wichtiger ist erstmal, wie deine Marke insgesamt wirkt und wie du dich nach außen zeigst.

Und genau deshalb schauen wir uns mal an, was du für dein Business wirklich brauchst – und was vielleicht noch ein bisschen warten kann. 

Was brauchst du als Personal Brand wirklich?

Wenn du eine Personal Brand aufbaust, stehst du mit deiner Persönlichkeit und deiner Expertise im Vordergrund.

Du verkaufst vielleicht Coachings, Onlinekurse oder Dienstleistungen. Deine Kundinnen buchen also nicht einfach irgendein Produkt, sondern sie entscheiden sich auch für dich.

Und genau deshalb würde ich ganz am Anfang bei deiner Brand Identity starten.

Also bei deiner Markenpersönlichkeit.

Brand Identity Blogartikel Branding Brand Design Corporate Identity - Janina Peters

Deine Brand Identity ist dein Fundament

Bevor du dir Gedanken über dein Logo, deinen Instagram-Feed oder irgendwelche Canva-Vorlagen machst, solltest du erstmal wissen:

  • Wie möchte ich wahrgenommen werden?
  • Welche Eigenschaften soll meine Marke ausstrahlen?
  • Was ist mein Stil?
  • Welche Stimmung möchte ich vermitteln?
  • Wofür stehe ich?
  • Wie möchte ich mit meiner Persönlichkeit nach außen gehen?
  •  

Vielleicht soll deine Marke eher sanft und einfühlsam wirken. Oder modern und clean.

Vielleicht möchtest du Retro-Vibes und einen Vintage-Stil.

Oder du bist eher lustig, rockig, tough oder voller Energie.

All das gehört zu deinem Branding.

Denn wenn du diese Basis nicht hast, kannst du zwar ein schönes Logo oder einen schönen Instagram-Feed gestalten – aber es fehlt das Fundament dahinter.

Dann hast du am Ende vielleicht ein hübsches Design, aber es sagt nicht wirklich etwas über dich aus.

Und genau das möchtest du mit deinem Branding ja eigentlich erreichen: Deine Persönlichkeit, deine Energy und deine Expertise sollen nach außen spürbar werden.

Danach kommt dein eigentliches Branding

Wenn du weißt, wer du als Marke bist und wie du wirken möchtest, kannst du daraus dein visuelles Branding entwickeln.

Dazu gehören zum Beispiel:

Deine Farben

Welche Farben passen zu deiner Persönlichkeit?

Welche Farben lösen die Stimmung aus, die du vermitteln möchtest?

Und welche Farben lassen sich gut miteinander kombinieren?

Denn Farben können einen ganz unterschiedlichen Vibe erzeugen und sind deshalb ein ziemlich wichtiger Bestandteil deines Brandings. (wie du deine Farben findest, lernst du hier)

Deine Schriften

Auch Schriften haben einen Charakter.

Sie können modern, elegant, verspielt, clean, kreativ oder klassisch wirken.

Deshalb solltest du nicht einfach die Schrift nehmen, die dir gerade am besten gefällt, sondern schauen, ob sie auch zu deiner Markenpersönlichkeit passt.

Deine Elemente

Auch kleine Elemente können zu deinem Branding gehören.

Bei mir sind das zum Beispiel meine Muschelkette & das Sektglas. Die findest du nicht nur in meinen Grafiken, sondern auch physisch in meinem Umfeld.

Oder meine knallpinke Vase im Hintergrund.

Solche Dinge wirken vielleicht erstmal nebensächlich, aber genau sie können dazu beitragen, dass eine bestimmte Stimmung entsteht und deine Marke wiedererkennbarer wird.

Deine Bilder

Und auch deine Bilder gehören zu deinem Branding.

Dabei geht es nicht nur um schöne Fotos von dir. Auch die Bildwelt, die du für deine Website, Instagram, Stories oder andere Inhalte verwendest, vermittelt eine bestimmte Stimmung.

Ein Strandbild erzeugt beispielsweise einen komplett anderen Vibe als ein Konzertfoto oder ein cleanes, modernes Interior.

Und genau deshalb sollten auch deine Bilder zu deiner Marke passen.

Und wo kommt jetzt das Feed Design ins Spiel?

Erst danach würde ich über dein Feed Design nachdenken.

Denn dein Feed Design ist im Prinzip die Anwendung deines Brandings.

Du hast deine Farben, Schriften, Elemente und deine Bildwelt definiert. Und jetzt setzt du das Ganze auf deinem Instagram-Profil um. Dein Feed ist quasi dein Schaufenster. Und das gilt natürlich nicht nur für Instagram.

Wenn du kein Instagram nutzt, sondern hauptsächlich auf YouTube oder LinkedIn unterwegs bist, dann ist eben dort dein Auftritt dein Schaufenster. Du wendest dein Branding auf deine LinkedIn-Posts, deine YouTube-Thumbnails, dein Titelbild oder deine Website an.

Genau das ist wichtig. Denn ein Branding bringt dir nicht besonders viel, wenn du es anschließend nirgendwo sichtbar machst. So bringst du dein Branding jetzt auf Social Media

Warum dein professioneller Auftritt wichtiger ist als dein Logo

Stell dir mal vor, du landest auf einem Instagram-Profil und dort ist alles kunterbunt.

Ein Post hat diese Farbe, der nächste eine komplett andere. Dazu kommen jedes Mal neue Schriften und irgendwelche Canva-Vorlagen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen.

Was denkst du automatisch über das Business?

Wahrscheinlich nicht unbedingt: „Wow, hier ist eine absolute Expertin.“ 😅

Wir verbinden das, was wir sehen, unterbewusst mit der Person und ihrem Business.

Deshalb ist es so wichtig, dass dein Auftritt professionell wirkt und deine Persönlichkeit widerspiegelt.

Und genau dafür brauchst du kein aufwendiges Logo. Da kann ein mega tolles, wunderschönes Logo sein, der Gesamteindruck bleibt trotzdem derselbe.

Du brauchst erstmal ein Branding, das zu dir passt, und einen professionellen Auftritt, auf dem dieses Branding konsequent angewendet wird.

Welche Rolle spielt der Feed bei Personal Brand digitales Schaufenster

Und wann brauchst du dann ein Logo?

Ein Logo ist natürlich nicht grundsätzlich unnötig.

Ich würde es nur einfach nicht an erste Stelle setzen.

Wenn dein Branding steht und du weißt, wer du bist, wofür du stehst und wie du wahrgenommen werden möchtest, kannst du dein Logo viel gezielter entwickeln.

Dann wird es sozusagen das i-Tüpfelchen.

Du kannst es auf deinen Postings platzieren, auf deiner Website oder an anderen Stellen, an denen du einen zusätzlichen Wiedererkennungswert schaffen möchtest.

Aber dein Wiedererkennungswert entsteht nicht erst durch dein Logo.

Deine Farben, deine Schriften, deine Bildwelt, deine Gestaltung und vor allem deine Persönlichkeit sorgen schon vorher dafür, dass Menschen dich wiedererkennen.

Ein Logo ist also eher das Extra obendrauf. Wenn du jetzt Coca-Cola, Nike oder HP wärst, würde ich dir natürlich etwas anderes erzählen. 😄 Bei großen Marken, bei denen nicht unbedingt eine Person im Vordergrund steht, ist ein Logo natürlich extrem wichtig.

Aber bei einer Personal Brand bist du die Marke. Und genau deshalb sollte auch dein Branding dich sichtbar machen.

Was brauchst du also wirklich?

Wenn du gerade erst mit deinem Business startest, würde ich die Reihenfolge ungefähr so sehen:

1. Deine Brand Identity
Wer bist du als Marke und wie möchtest du wahrgenommen werden?

2. Dein Branding
Welche Farben, Schriften, Bildwelten und Elemente spiegeln diese Persönlichkeit wider?

3. Dein professioneller Auftritt
Setze dein Branding auf Instagram, YouTube, LinkedIn, deiner Website oder dort um, wo deine Marke stattfindet.

4. Dein Logo
Wenn die Basis steht, kannst du dein Logo als zusätzliches Wiedererkennungsmerkmal entwickeln. Du musst also nicht direkt alles haben. Gerade am Anfang ist es viel wichtiger, dass du eine klare Vorstellung davon hast, wer du als Marke bist und wie du dich zeigen möchtest.

Denn ein Logo kann noch so schön sein, wenn der Rest deiner Marke nicht zu dir passt, bringt es dir nicht besonders viel. Und andersherum kannst du auch ohne großes, auffälliges Logo eine unglaublich starke Personal Brand aufbauen.

Dein Branding ist das Fundament. Das Logo ist das i-Tüpfelchen. 🥂

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